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Hotelgeschichte
„Alte Post“

Das Gebäude des heutigen Nordic Life & Style Hotels „Alte Post“ blickt auf eine lange Geschichte zurück.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde nach den Entwürfen des Postbaurates Ernst M. Hake und des Architekten Hildebrandt der neoklassizistische
Bau errichtet, der zu Beginn hier die kaiserliche Post beherbergte.

An die ehemalige Postnutzung erinnert eine Statue von Hermes, die seither an der Ecke des Gebäudes steht – auf der Höhe des ersten Stocks: mit einer umgehängten Posttasche, einem Posthorn und einigen Postpäckchen, die auf Zustellung warten.
Eine große Rolle spielte die Alte Post auch am Ende des Zweiten Weltkrieges: Hitler-Nachfolger Großadmiral Karl Dönitz wich für seine Propagandaverlautbarungen über den Reichssender Flensburg auf einen Übertragungswagen der Marine zurück, der im Hof der heutigen Alten Post geparkt war. Während in dem Ü-Wagen die Nachrichten verlesen und Schallplatten aufgelegt wurden, war für die Ansprachen von Dönitz und seinen Kabinettskollegen ein Erfrischungsraum für weibliche Postbedienstete zu einem provisorischen Studio umfunktioniert worden (Quelle: Gerhard Paul/Broder Schwensen Mai ´45/Kriegsende in Flensburg).

Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm die Deutsche Bundespost das Gebäude und nutzte es bis 1988 als zentrales Postamt. Der Name „Alte Post“ blieb bestehen, da nahe dem Bahnhof die „Neue Post“ (heute auch: „Hauptpost“ genannt) gebaut worden war. 1989 erwarb eine dänische Investorengruppe das Gebäude und baute es bis 1994 zu einem Erlebnis- und Gastronomiezentrum mit Läden und Büros um, das nach zwei Jahren in Insolvenz ging. Bis 2000 zogen alle Restaurants und Cafés aus. In dem zuletzt von Leerstand betroffenen Haus verblieb als letzter Mieter eine Filiale der Sparda-Bank, die zusammen mit einem weiteren externen Restaurant heute noch im neuen Hotelgebäude beherbergt ist.